Reiseberichte

Heiße Urlaubswochen im Juli

Der Sommerurlaub rückte näher, ein konkretes Reiseland hatten wir noch nicht auf unserer Wunschliste. Also auf ins Reisebüro. Da ich unter Flugangst leide, kamen nur Länder in Betracht, die in drei maximal vier Stunden Flug erreichbar sind. Unsere Wahl fiel auf Hurghada am Roten Meer. Wir flogen mit einer ausländischen Fluggesellschaft, bei unseren späteren Reisen bevorzugten wir eher deutsche Fluggesellschaften.

Von Frankfurt am Main starteten wir und nach ca. drei Stunden Flug kamen wir wohlbehalten auf dem Flugplatz in Hurghada an. Zum Glück hatten wir leichte Kleidung an, aber bei Temperaturen um die 45 Grad verschlug es uns doch leicht den Atem. Im Nachhinein war uns klar, Hurghada sollte man als Europäer doch lieber in den Wintermonaten besuchen.

Nach einer relativ schnellen Abfertigung am Flughafen wurden wir mit einem Bus in unser Hotel gefahren. Die Empfangshalle glich einer Oase, Pflanzen rankten sich bis zum offenen Dach und unten rieselte ein Bach, der für frische angenehme Temperaturen sorgte. Das Personal war ausschließlich männlich, was anfangs ungewohnt war. Auch das unsere Nachtwäsche beim Betten machen oben auf lag und täglich daraus ein anderes Motiv gestaltet wurde. Die Zimmer waren mit einer Klimaanlage ausgestattet, die aber nur zu bestimmten Zeiten in Betrieb war. Zur Hotelanlage gehörte ein Poolbereich, der mit Wasserfall und kleiner Insel ideal für Kinder war.

Mein Mann meldete sich zu einem Tauchkurs an und war von der Unterwasserwelt total begeistert. Meine Tochter und ich zogen es vor im Roten Meer zu baden, es war angenehm erfrischend, aber Wasser in die Augen zu bekommen war aufgrund des hohen Salzgehaltes des Wassers sehr unangenehm.

Nachdem wir uns die ersten zwei Urlaubstage dem Müßiggang hingegeben haben wollten wir mehr von dieser Gegend und deren Bewohnern erfahren. Im Hotel konnten verschiedene Ausflüge gebucht werden, wir entschieden uns für einen Wüstenausflug, einer Nilfahrt nach Luxor und der Besichtigung des Tals der Könige.

Mit dem Jeep ging es quer durch die Wüste zu einer Peduinenfamilie. In einem Zelt wurden wir bewirtet mit Fladenbrot, bei dessen Herstellung wir zugegen waren und kalten Getränken (Cola), die deutlich machten, dass der Lebensunterhalt der Familie zum größten Teil durch die Einnahmen aus dem Tourismus bestritten wurde. Der anschließende Ritt auf Kamelen war der krönende Abschluss dieses Tages.

Entlang des Nilufers gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Luxor mit dem berühmten Tal der Könige ist ein Touristenmagnet. Wir konnten einige Grabkammern für ein kleines Entgelt besichtigen. Die Gräber sind natürlich leer, zu bewundern sind die relativ gut erhaltenen Wandmalereien. Wenn nur nicht diese Hitze gewesen wäre, dieser Ausflug hat uns alle sehr angestrengt. Deshalb war erst mal relaxen angesagt.

In den nächsten Tagen erkundeten wir mit Bekannten die nähere Umgebung. Wir besuchten einen kleinen Ort, abseits vom Tourismus. Ein ungewohntes Bild, verschleierte Frauen, die sich auf der Straße nur an den Häuserwänden entlang bewegten während das öffentliche Leben von den Männern bestimmt war. Wir haben bei unseren Ausflügen stets auf eine nicht zu freizügige Kleidung geachtet, wir waren zu Gast in diesem Land und haben uns den Gegebenheiten angepasst. In Hurghada, dem Touristenzentrum am Roten Meer, hatten wir erholsame und abwechslungsreiche Urlaubstage und erhielten Einblicke in eine andere Kultur und deren Sitten und Bräuche.


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